«Mentale Blockade»

Vor dem Rückrundenstart sagte Sportchef Fredy Bickel: «Wir können uns nur selber besiegen.» Eine Aussage, die ihm nach dem missglückten Start natürlich allenthalben vorgehalten wird (Trainer Challandes: «Der Spruch von Fredy war vielleicht nicht sein bester. Aber das stört mich nicht.»). In einem Interview mit tagesanzeiger.ch nimmt Bickel nun zu seiner Aussage Stellung: «Das war nicht vollmundig gemeint. Ich wollte nur sage, dass wir die Qualität dazu haben, dass wir diese aber abrufen müssen. Wenn wir das nicht machen, dann kommen wir auf den Weg, auf dem wir jetzt sind.»

Was sind denn die Probleme des FCZ in der Rückrunde?
Wir haben eine mentale Blockade und einen gewissen Respekt vor dem Erfolg. In der ersten Halbzeit in Basel waren wir gut, dann haben wir den Faden verloren. Da spielte sicher noch mit, dass wir im ersten Spiel so spät den Ausgleich noch zugelassen hatten. Es läuft im Moment nicht zu unseren Gunsten.

Sie haderten dabei auch mit dem Schiedsrichter. Ist das nicht einfach nur Entschuldigung?
Man hadert ja nur mit dem Schiedsrichter, wenn es einem nicht läuft. Wenn es läuft, dann hat man auch einmal einen Entscheid zu den eigenen Gunsten. Und wenn eben nicht, dann zieht das halt den einen oder anderen Pfiff gegen dich nach sich. Aber das war sicher nicht der Grund für die Niederlage. Es gab wohl zwei, drei unglückliche Entscheide gegen uns. Aber man gibt dem Schiedsrichter auch die Chance dazu.

Wie können Sie denn beim FC Zürich eine Trendwende bewirken?
Wir müssen uns immer bewusst sein, dass wir die Qualitäten haben, um die Meisterschaft für uns zu entscheiden. Aber wir können uns nicht zurücklehnen und darauf warten. Wir haben aber eine Mannschaft, die arbeiten will und die auch arbeitet. Da mache ich mir kein Kopfzerbrechen. Aber wir müssen arbeiten, um das beizubehalten, sonst holt einem die Zukunft sehr schnell ein.


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