Tor!

Bunte Schuhe schiessen Tore

FCZ U21 – SR Delémont 7:1

R. Borkovic

A. Goncalves (61. R. Güntensperger), J. Wuhrmann, R. Koch, M. Jurkemik
M. Schönbächler, R. Mutter, L. Ladner, (61. D. Mariani), A. Nikci
E. Hassli (71. I. Audino), J. Drmic

„Was söll mer da na gross dezue sägä …“ Dies waren Urs Fischers erste Worte nach dem Match. Hatten die rund 200 Zuschauer auf der Allmend Brunau denn tatsächlich ein solch schlechtes Spiel mit ansehen müssen? Nein, im Gegenteil: Die Fans bekamen ein starkes Spiel zu sehen, dazu viele Tore, schöne Spielzüge, Kampfgeist und ein lang erwartetes Comeback.
Bereits in der ersten Minute versuchen die Zürcher das Spiel durch Abschlussversuche von Nikci und Ladner an sich zu reissen. Den Weg ins Tor findet der Ball jedoch erst in der 14. Minute: Schönbächler bedient den aufgerückten Innenverteidiger Raphael Koch, der mit dem Kopf das 1:0 erzielt. In den folgenden Minuten haben beide Teams ihre Chancen, doch weder der gut getretene Freistoss von Jurkemik, noch der schöne Angriff der Gegner verändern das Resultat. Doch die SR Delémont wird nun immer stärker und sucht vermehrt den Ausgleich, trifft aber nur den Innenpfosten (30.). Dann ist es trotz aller Motivationsrufe des Delsberger Torwarts der Zürcher Nachwuchs, der die nächsten Tore erzielt. Innerhalb von nur 6 Minuten erhöht sich das Score auf 4:0. Zuerst ist es Nikci, der von Schönbächler angespielt, den Ball nur am Torwart vorbei ins Tor schieben muss. Ein herbei eilender Verteidiger versucht zu retten, stolpert jedoch über den Ball und liegt schliesslich neben dem Ball im Tor. Anschliessend avanciert Schönbi vom Vorbereiter zum Goalgetter und erzielt nach einer Kombination über die halbe Mannschaft das dritte Tor für den Stadtclub. Nur eine Zuschauerin scheint das Torspektakel kalt zu lassen, sie informiert sich lieber in ihrem Magazin über die neuen Diäten. So verpasst sie dann auch den viel umjubelten Treffer des bisher eher unauffälligen Eric Hassli kurz vor der Halbzeitpause. Den anwesenden Zuschauern, darunter einige Vertreter des Betreuerstabs der ersten Mannschaft, wurde bis zur Pause ein kampfbetontes Spiel geboten.
Die Zürcher geben sich auch mit Beginn der zweiten Halbzeit noch nicht zufrieden mit dem Resultat und so steht es bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff 5:0 dank Drmic, der mit einem präzisen, scharfen Schuss erhöht. Trotz dem Rückstand will Delémont noch lange nicht aufgeben. Die Spieler auf dem Platz kämpfen und auch die mitgereisten Fans unterstützen ihr Team weiterhin lautstark. Kein Wunder; geht es doch für Delémont hier um wichtige Punkte für die Aufstiegsspiele. Doch auch die Zürcher werden unterstützt, einige Kinder haben einen Sprechchor gebildet und feuern ihr Team an. Sie sehen heute nicht nur einen torgefährlichen Angriff, sondern auch eine starke Verteidigung um Jan Wuhrmann und mit René Borkovic einen Torwart, der jederzeit zur Stelle ist. Der Trainer Urs Fischer beweist dann nach rund 60 Minuten ein goldenes Händchen, als er Güntensperger einwechselt. Dieser liefert nämlich mit der ersten Ballberührung einen Assist für Drmic, welcher den Ball eiskalt am Torwart vorbei zum 6:0 einschiebt. Auch bei dieser Differenz macht Delémont noch immer keine Anstalten aufzugeben und wird für den Kampfgeist belohnt: Nach einem Torwartfehler erzielen sie in der 67. Minute noch den Ehrentreffer. Doch kaum ist der Jubel der Gästefans verstummt, bestätigt Marco Schönbächler seine starke Form und erzielt nach einem wunderschönen Sololauf das Tor zum Endstand von 7:1. Diese starke Leistung bestätigt die vielen Fans, die ihn gerne öfter in der ersten Mannschaft sehen würden und beschert ihm von einem Zuschauer den Übernamen „Marco Lionel Schönbächler“. Nach Spielschluss laufen die Spieler in ihren bunten Schuhen noch einige Runden während Fischer glücklich das Resultat lobt: „ Das Comeback von Hassli ist geglückt und auch die anderen Spieler aus der ersten Mannschaft haben gute Leistungen gezeigt. Die Mannschaft hat gekämpft und kann stolz sein. Natürlich haben sie bei dieser hohen Differenz teilweise etwas nachgelassen, aber bei diesem Resultat darf man eigentlich nichts Negatives sagen. Ich bin zufrieden mit dem Team.“



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