Der «Fall» Tahirovic

Gegen Aarau stand Emra Tahivoric nicht einmal mehr im Aufgebot. Und man fragte sich, weshalb wohl die Option auf eine definitive Übernahme des Stürmers gezogen worden war (Vertrag bis 2012), wenn er denn in den Überlegungen von Bernard Challandes keine Rolle spielt. Dazu trugen auch des Verhalten des Stürmers selbst in der Vergangenheit sowie eine Aussage von Challandes zum Saisonstart bei. Auf die Frage «Weshalb hat Canepa Tahirovic definitiv von Lille übernommen, obwohl Sie und Sportchef Bickel ihn nicht haben wollten?» antwortet er: «Das müssen Sie den Präsidenten fragen.»

Der «Tages-Anzeiger» befasst sich heute mit dem «Fall» Tahirovic. Dort sagt Präsident Canepa: «Es kam damals kein Veto in die Richtung, dass der Spieler nur leihweise verpflichtet werden darf.» Der Tagi schreibt weiter:

Als mutmassliche Financiers des Geschäfts könnten Canepa und Strittmatter ein Interesse daran haben, dass Tahirovic spielt, seinen Wert steigert und sich interessant macht für einen Wechsel ins Ausland. Sie haben Challandes trotzdem nie bearbeitet in den vergangenen Tagen. «Über Aufstellung und Kader entscheidet der Trainer nach seinen eigenen Kriterien», sagt Canepa. Er findet es aber auch normal, dass sich im Fussball junge Spieler wie Tahirovic «die Hörner abstossen». Wichtig sei es, dass sie dabei vom Trainer begleitet werden. Canepa glaubt, dass es für den Erfolg manchmal schwierige Spieler brauche.Er erwartet, dass Challandes mit solchen Persönlichkeiten umgehen kann, dass der Trainer wieder zum Spieler und der Spieler wieder zum Trainer findet für eine gemeinsame Arbeitsbasis. Denn Canepa ist «überzeugt» von Tahirovics Potenzial. «Es geht darum, dass er es auch abrufen kann.»

Tahirovic selber gibt sich motiviert: «Ich mag Bernard Challandes. Er arbeitet gut und mit Leidenschaft.» Und: «Ich bin noch jung, ich kann noch lernen.» Er will «hier bleiben und zu 100 Prozent für meinen Platz kämpfen».


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