Mike Kleiber

Der Lieblingsgegner

Während bei den Grossen die Grossen gegen die Kleinen spielen, sind es bei den Kleinen die Grossen gegen die Grossen. Das Fanionteam des FCZ gastierte heute beim FC Grenchen, welcher vor Monatsfrist dank disziplinierter Defensivtaktik und Wettkampfglück die U21 mit 1:0 besiegte („Warnung vor der Wurst„). Es war dies notabene der erste Einsatz in der laufenden Saison für Yassine Chikhaoui gewesen. Der Nachwuchs durfte heute Nachmittag, ohne Chikhaoui, gegen den FC Basel ran und arbeitete dabei an einer Serie, die nunmehr schon siebeneinhalb Jahre anhält. Seit dem 21.4.2004 hat die U21 nicht mehr gegen diesen Gegner verloren. Damals im Kader der Basler (allerdings nicht eingesetzt), ein gewisser Gökhan Inler.
Erst einmal mussten die 300 Matchbesucher sich aber in Geduld üben, war die Gastmannschaft doch im Stau steckengeblieben, und das Spiel musste mit 20 Minuten Verspätung beginnen. Der FCZ zeigte sich dann aber vom ersten Moment an bereit und konnte bereits kurz nach Anpfiff in Führung gehen (5.) Eine lange Flanke Di Gregorios war erst von De Filippo per Kopf verlängert worden und schliesslich vom wiedergenesenen Captain Mariani mustergültig mit dem Innenrist volley verwertet worden. Zwanzig Minuten später konnte die Basler Verteidigung Mike Kleibers vehementen Vorstoss in den Strafraum nur regelwidrig stoppen (Bild). Den fälligen Penalty schoss Giuseppe Di Filippo unhaltbar zum 2:0 ins hohe Eck. Die Gäste dagegen wurden in der ersten Halbzeit nur einmal gefährlich. Den scharfen Flachschuss parierte Thierry Ursprung mit einem starken Reflex. Ansonsten bestimmte der FCZ mit intensivem Pressing und einer sehr flexiblen Raumaufteilung das Spiel. Ali Imren vor der Abwehr und Mariani und Stojanov zentral hinter der Sturmspitze De Filippo, sowie Joao da Silva und Kleiber auf den Seiten zogen ein klebriges Netz auf, in welchem die Basler, wie zuvor auf der Autobahn, hängenblieben. Man versuchte es (erfolglos) mit Bällen in die Tiefe oder verliess sich auf den Super-League-Spieler Tembo, welcher jeweils lange, den Ball am Fuss, nach einer Schussposition suchte. Auch er reüssierte aber nicht.
Nach der Pause kam das Heimteam dann mehr und mehr unter Druck. Die Verteidigung, heute mit Heinz Barmettler, zeigte sich aber vorerst stabil. Nachdem es zu Beginn zu kleinen Abstimmungsproblemen zwischen Barmettler und Djimsiti gekommen war, hatte man sich nun gefunden. Der FC Basel aber kam immer besser in Fahrt, gleichzeitig baute der FCZ etwas ab. Nach einigen Flanken ins Niemandsland und vielen schnell verlorenen Bällen machte sich eine gewisse Hektik breit. Bald brannte es lichterloh im Zürcher Strafraum. Goalie Ursprung rettete zweimal wildkatzenartig, Mariani musste einen Ball von der Linie köpfen. Trotzdem konnte der FCB das Score noch verkürzen (85.) Nur drei Minuten später verlor Fwayo Tembo die Beherrschung, weil er ein Handspiel eines Zürchers im Strafraum gesehen haben wollte, und sah nach seinem Angriff auf den Schiedsrichter die rote Karte. Auch der Basler Trainer fühlte sich betrogen und musste in der Folge auf die Tribüne. Der Sieg des FCZ aber hatte Bestand. Die Serie geht weiter. (Foto: Markus Scherer)

FCZ U21 – FC Basel U21 2:1
Ursprung; Di Gregorio, Djimsiti, Barmettler, Thoma; Joao da Silva, Stojanov, Imren (78. Schmid), Mariani, Kleiber (90. Da Costa; De Filippo (81. Hren)


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