Der Spielerberater: Carlos Fleischmann

cf_by_heidihartwig1.jpgGeht es um Transfergerüchte rund um Yassine Chikhaoui, taucht immer wieder der Name seines Beraters Carlos Fleischmann auf. Wer ist dieser Carlos Fleischmann? Der Berliner kommt eigentlich aus einem ganz anderem Bereich: Seit bald 20 Jahren ist der 37-Jährige als Konzertveranstalter und Tourneeorganisator tätig. (Obwohl, vielleicht haben die Popwelt und das Fussballbusiness mehr gemeinsam, als man denkt.) Fleischmann organsierte in Deutschland Konzerte für Tina Turner, Rod Stewart oder 50 Cent.

2006 gründete er die Creative Talent GmbH. An ihr hält Fleischmann 50% der Anteile, die zweiten 50% gehören der börsenkotierten Deutschen Entertainment AG (DEAG), einem der grössten deutschen Konzertveranstalter, dessen Schweizer Tochter die Good News AG ist. Creative Talent gliedert sich in zwei Bereiche: Creative Live organisiert Konzerte für deutsche und internationale Künstler wie Scooter, Wir sind Helden, Bloodhound Gang, Amy Winehouse oder Ween.

Der zweite Bereich, Creative Sports, vermittelt Fussballspieler weltweit. Dieser Geschäftszweig kam zum Konzertbereich, «um sich von anderen Marktteilnehmern abzugrenzen». Fleischmann ist seit 2004 lizensierter Spielervermittler des DFB und hat zur Zeit etwa 40 Spieler unter Vertrag: Neben Chikhaoui weitere Tunesier wie Amine Chermiti oder Karim Haggui, Südamerikaner und Deutsche – und auch einen weiteren FCZ-Spieler: Onyekachi Okonkwo.

Für Wirbel rund um den FCZ sorgte Fleischmann im letzten Herbst: Er trat an den FCZ heran, er habe zwei Interessenten für Raffael, worauf ihm der FCZ eine Vollmacht erteilte. Doch Fleischmann bot den Stürmer zahlreichen europäischen Klubs an – auch Hertha BSC. René Strittmatter damals im «Blick»: «Frechheit! Jetzt sieht es so aus, als ob wir Raffael verkaufen wollten.» Und auch Raffaels Schweizer Berater Dino Lamberti kam Fleischmanns Aktionismus in den falschen Hals: «Dieser Carlos Fleischmann hat kein Renommee in der Szene, aber ich bin schon 15 Jahre im Geschäft. Der denkt, wir sind die Blöden, dabei ist es umgekehrt. Fleischmann kommt mir vor wie ein Amateur. Wenn er ein guter Berater wäre, hätte er mich angerufen», erklärte er in der «B.Z.».


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