Die Finnen

Im heutigen «Tages-Anzeiger» findet sich ein Gespräch zwischen Hannu Tihinen und ZSC-Lions-Goalie Ari Sulander über Fussball, Eishockey, Finnland und Zürich. Hier einige Aussagen von Tihinen:

Tagi: Was studierten Sie?
Tihinen: Geschichte – aber das ist die dunkle Seite meines Lebens (lächelt). Ich gab das Studium nach einem halben Jahr auf und spielte nur noch Fussball.

Sie könnten ja nach dem Karrierenende beim FCZ das Studium an der Universität Zürich fortsetzen.
Glauben Sie mir, das schliesse ich keineswegs aus.

Und Sie bleiben nun auch noch länger in Zürich?
Mein Vertrag läuft kommenden Sommer aus. Im Moment führen der Klub und ich Gespräche. Es zeichnet sich ab, dass ich bleibe. Ich bin jetzt 32-jährig, also werden wir künftig von Jahr zu Jahr schauen, wie es weitergeht. Ob ich noch gut genug bin oder nicht.

Sie sind nun 32-jährig und haben eine lange Karriere hinter sich. Spüren Sie den körperlichen und psychischen Verschleiss?
Seit ein paar Wochen schmerzt der Körper am Morgen nicht mehr, weil wir so oft gewinnen (lacht). Aber ich hatte mehrere Gehirnerschütterungen. Sie hinterlassen Spuren, man muss das ernst nehmen. Ich bin vorsichtiger geworden und trage nun einen Kopfschutz beim Spielen. Wenn der nichts hilft, werde ich mir Aris Goaliemaske ausleihen.

Hannu Tihinen, Sie kennen die Schweiz und die Stadt Zürich schon gut. Zum Training fahren Sie mit Zug und Tram von Küsnacht auf die Allmend Brunau . . .
. . . das ist für mich normal. Ich will wissen, wo ich lebe. Ich will die Stadt und die Bevölkerung kennen lernen. Wenn ich allein mit dem Auto zum Training fahre, habe ich ja keinen Kontakt zu den Leuten.

Viele Mannschaftskollegen fahren im Sportwagen oder im Offroader vor dem Trainingszentrum vor.
Das stört mich nicht. Aber hier in der Schweiz ist der öffentliche Verkehr so gut, dass ich ihn gern benutze. (lacht) Als es kürzlich stark geschneit hat, ist allerdings nichts mehr gegangen. Ich kam zu spät zum Training und musste eine Busse bezahlen.


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