Lulzim Salija

Drei Farben: Grün

Wenn man sich dem Heerenschürli vom Bahnhof Stettbach her nähert, geht man über Trampelpfade und durch mit Stauden bewachsenes, fahlscheckiges Brachland. Umso giftiger strahlt einem die grüne Anlage entgegen. Grün ist ausserdem die Farbe des FC St. Gallen und grün, so sagt man, ist die Hoffnung. Für die Ostschweizer, die aus bisher neun Spielen drei Punkte geholt haben. Schliesslich ist die Jugend grün und hat oft Mühe, ihre Gefühle in die richtigen Bahnen zu lenken. So sah Jordi Nsiala nach einer Tätlichkeit die rote Karte, noch ehe eine halbe Stunde gespielt war. Ein Tritt in den Hintern soll es gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt führte seine Mannschaft durch ein Tor von Milan Gajic 1:0. Die St. Galler taten sich allerdings schwer, die nummerische Überlegenheit zu manifestieren. Kurz nach der Pause fanden sie eine Lücke und kombinierten sich zum 1:1 (49.), ansonsten konnten sie die beweglichen Zürcher kaum je in Verlegenheit bringen. Von einem Freistoss Gajics ging das 2:1 aus. Statt einer Flanke spielte er den Pass in die Tiefe, der Scharfschuss Marianis wurde von Giuseppe De Filippo ins gegnerische Tor abgelenkt (61.) Eine Viertelstunde vor Schluss fiel der erneute Ausgleich. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften wollten um jeden Preis gewinnen. Das Spiel zu verzögern, wäre keinem in den Sinn gekommen. Ausser vielleicht dem Schiedsrichter, der dem FC Zürich kurz vor Schluss den Vorteil abpfiff, was Torhüter Brecher derart in Rage brachte, dass er auch nach einer Verwarnung kaum zu schimpfen aufhören konnte. Wir fanden es etwas übertrieben. Allerdings sind wir auch schon etwas älter. (Foto: Markus Scherer)

FC Zürich II – FC St. Gallen II 2:2 (1:0)
Brecher; Di Gregorio, R. Koch (46. Salija), Schmid, Baumgartner; De Filippo (79. Kllokoqi), Stojanov, Gajic, Schäppi (91. Rubangura); Mariani, Nsiala


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