FCZ–Kriens 1:5

Am kommenden Sonntag spielt der FCZ im Cup gegen Kriens. Anlass für uns, an ein früheres Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften zu erinnern: In der Saison 1994/95 spielten beide in der Auf-/Abstiegsrunde. Der FCZ hatte sich bereits zwei Runden vor Schluss den Klassenerhalt gesichert. Der SC Kriens konnte noch aufsteigen, falls er das letzte Spiel gewinnen und St. Gallen gleichzeitig verlieren würde.

Dieses letzte Spiel war FCZ–Kriens im Letzigrund. Der FCZ trat mit einem Rumpfteam an, mehr als die Hälfte der Stammspieler wurden als verletzt gemeldet. «Wir sind kein Mickey-Mouse-Team», behauptete FCZ-Trainer Raimondo Ponte noch vor dem Match. «Bei uns ist keiner in den Ferien. Die Spieler, die nicht dabei sind, sind verletzt.» Dafür spielte zum Beispiel Martin Ninghetto von Anfang an in der Verteidigung – es war sein erstes und auch sein letztes Meisterschaftsspiel im FCZ-Dress.

Nach 14 Minuten fiel vor 1000 Zuschauern (!) das 1:0 für Kriens, nach 23 Minuten hatte es schon dreimal im Kasten von Jörg-Stiel-Ersatz Patrick Abatangelo eingeschlagen, am Ende hiess es 5:1 für Kriens. Den Kriensern nützte der Sieg aber nichts, da auch St. Gallen sein Spiel gewann. Dafür gab das «unfaire Verhalten» des FCZ zu reden. «Man hatte», schrieb der «Blick», «Spieler in die Ferien geschickt oder wegen „Bobochen“ verletzt geschrieben. Nicht auszudenken, wenn St. Gallen deswegen abgestiegen wäre!» Und: «Die FCZ-Fans, die am Dienstag im Letzigrund waren, werden kaum wiederkommen.»

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem FCZ und dem SC Kriens in einem Pflichtspiel fand übrigens vor ziemlich genau zehn Jahren statt: Auf dem Kleinfeld trennten sich die beiden Teams 1:1. Martin Guzik schoss damals den Ausgleich für den FCZ.


Copyright 2016 #FCZ wtchblg