Loris Benito

Kein Wunder, dass es zittert

Die U21 feiert in Niederhasli einen hart umkämpften Sieg gegen GC, während sich die Krise beim selbst ernannten „House of Talents“ verschärft. Schon die Vorzeichen zum Derby an diesem 13. Mai hätten kaum unterschiedlicher sein können: während für den FC Zürich die Teilnahme an der 1. Liga Promotion bereits gesichert ist, schwimmen den Grasshoppers nach guter Ausgangslage zu Saisonbeginn in den letzten Wochen die Felle davon. Erst von Sion und Luzern überholt, dann zuletzt auch von St. Gallen und YB, sieht man sich derzeit im siebten Rang klassiert*. Vier Nachwuchsmannschaften nur finden Aufnahme in der neu geschaffenen Spielklasse. Aber die letzten Matchberichte der GC-Medienstelle erzählen die immer gleiche Geschichte: gut gespielt und doch verloren. Auch heute war GC, wenn nicht überlegen, so doch eher spielbestimmend. Die Partie war zwar ausgeglichen, der FCZ wirkte allerdings phasenweise etwas unkonzentriert und hatte weniger Torchancen. Davon hatten die Grasshoppers einige, vergaben diese aber teilweise kläglich. Dass es der anderen Seite an Selbstvertrauen nicht mangelt, bewies beispielsweise Davide Mariani, der zu Beginn in einigen Situationen unglücklich agierte, aber doch immer wieder den Abschluss suchte und kurz vor der Halbzeit mit einem Scharfschuss dem Führungstreffer am nächsten kam. Auch Torhüter Malloth kam nach unsicherem Beginn immer besser ins Spiel und bewahrte anfangs zweiter Hälfte seine Teamkollegen zweimal mit guten Paraden vor einem Rückstand. Dalibor Stojanov zeigte sich in der zentralen Abwehr als gewohnt sicherer Wert. Auf der Position des linken Aussenverteidigers lief erstmals Loris Benito auf. Nach einer Stunde erhöhte das Heimteam den Rhythmus noch einmal, stiess aber auf energische Gegenwehr. Ein schöner Schlenzer Marianis brachte die späte Führung (80.), das 2:0 durch Mike Kleiber acht Minuten später die Entscheidung. Die Verunsicherung in Niederhasli scheint gross. Nachdem der Platzspeaker zu Beginn Marcel Hottiger als FCZ-Trainer ankündigte, schaffte er die Verabschiedung nur mit grosser Mühe: „Mier möchded sie druf hiwise… ufs nöchschte Heimspiel… am Sunntig… am Namittag… gäge Serrières.“ Aber vielleicht ist das hier immer so. Schliesslich gibt uns dieser Mann als Pausenunterhaltung Dixieland Jazz. Abgefahren! Man wird sich aber darauf gefasst machen müssen, dass die heutige Partie für längere Zeit das letzte Derby der Nachwuchsteams, die letzte Fahrt nach Niederhasli war. (Fotos: Markus Scherer)

GC U21 – FCZ U21 0:2
Malloth; Di Gregorio, Schmid, Stojanov, Benito (61. Baumgartner); Kleiber, Morina, Büchel, Audino (76. Nsiala);  Mariani, De Filippo (89. Da Costa)

*Auszug aus der Tabelle: 1. Zürich 316, 2. Basel 286, 3. Sion 276, 4. St. Gallen 257, … 7. GC 242


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