Maurice Brunner

Le rouge est mis

Joetex Frimpong trifft im ersten Heimspiel der Saison gleich dreimal für die 2. Mannschaft. Weil die Tore für den FC Zürich zur richtigen Zeit fallen, reicht eine starke Halbzeit zum Sieg. Wie schon in Kriens vor drei Tagen, legt die Mannschaft einen Blitzstart hin. Dieses Mal dauert es nicht einmal eine Minute bis das Skore eröffnet ist. Nur wenig später flankt der Torschütze Frimpong zur Mitte, Brunners Direktabnahme aus fünf Metern setzt am Boden auf und streicht knapp über die Latte (4.) So kann der andere Super-League-erprobte Stürmer auf dem Platz, Mobulu M’Futi, kurz darauf per Kopfball den Ausgleich erzielen (8.) Philippe Koch, der heute in der Innenverteidigung eingesetzt wird, steht für einmal zu weit weg von seinem Gegenspieler. Abgeschlossen wird die turbulente Anfangsphase aber nur 40 Sekunden später wieder durch Frimpong und das 2:1. Mike Kleiber zeigt, wie es gemacht wird: aggressive Balleroberung, mustergültige Flanke, Tor. Danach dauert es etwas länger bis zu Milan Gajics 3:1 (26.) Die unmittelbare Reaktion auf den Ausgleich aber zeigt exemplarisch auf, wie selbstbewusst das Team momentan auftritt. Man zeigt Präsenz, spielt auch unter Druck schnell und ist aggressiv. Die (beiderseitige) Aggressivität macht die Partie allerdings heute für den Schiedsrichter schwierig zu leiten. Um das Spielfeld herum werden Wetten auf Platzverweise abgeschlossen. Heisssporn M’Futi ist erster Kandidat. Wohl auch wegen dem heissen Wetter schaltet man aufseiten des FCZ nach der Pause einige Gänge zurück und trägt dem Ball nicht mehr gleich Sorge wie noch in der ersten Hälfte. Nachdem Di Gregorio per Kopf vor M’Futi und Torhüter Brecher einen Weitschuss in extremis zum Eckball klärt (62.), geht der kampfstarke Captain Stojanov für einmal zu wenig aggressiv auf den ballführenden Spieler. Das 3:2 weckt bei den Gästen neue Hoffnung der Gäste, diese macht allerdings Frimpong nur drei Minuten später mit seinem dritten Treffer zunichte (72.). Der Torschütze für die Waadtländer, Gormond, sieht kurz darauf die gelb-rote Karte. Haben wir einen Gewinner? Stade Nyonnais zeigt sich nach wie vor kämpferisch, die Moral aber scheint geknickt. Richtig Ruhe kehrt erst in der Nachspielzeit ein. Der FC Zürich darf stolz sein auf einen gelungenen Saisonstart, muss aber auch merken, dass einem in der neuen Spielklasse Promotion nichts geschenkt wird. (Fotos: Markus Scherer)

FC Zürich II – Stade Nyonnais 4:2
Brecher; Goncalves, Ph. Koch, Schmid, Di Gregorio; Kleiber (73. Schäppi), Gajic, Stojanov, Brunner (81. Morina); De Filippo (68. Nsiala), Frimpong


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