Ivan Audino

Monologisch

Das Wetter war heute über 90 Minuten abwechslungsreicher als die Partie der U21 gegen den FC Serrières. Nachdem es noch kurz vor dem Spiel heftig geregnet hatte, zeigte sich der Himmel bei Anpfiff von seiner prächtigen Seite. Die Mannschaft aus Neuenburg reiste ohne Julio Hernan Rossi an, dessen Rücken – von Training und Spiel auf synthetischer Unterlage in Mitleidenschaft gezogen – inzwischen häufig schmerzt. Auf Zürcher Seite stand indes Heinz Barmettler auf dem Platz, auch er schon ein altes Schlachtross, so hat man das Gefühl, wo er doch kaum 25 Jahre alt ist. Noch einmal sieben Jahre jünger ist Jordi Nsiala, der heute zum ersten Mal von Beginn an spielen durfte und schon bald traf. Ein Weitschuss Gajics landete an der Latte und sprang dem jungen Stürmer vor die Füsse (24.) Einige Minuten zuvor waren die Gäste nach einem Freistoss in Führung gegangen. Es war dies die einzige Annäherung an des Zürcher Tor gewesen und es sollte die einzige bleiben – bis das 1:2 fiel. Wieder war die Hintermannschaft nicht im Bilde. Mit einem Lupfer war die Verteidigung ausgespielt, mit dem zweiten Torhüter Malloth (52.) Ein frischer Wind und vereinzelte Regentropfen waren nun Begleitprogramm  dieses eigenartigen Spiels. Der FCZ erarbeitete sich nach verhaltenem Beginn eine grosse Zahl bester Torchancen, monopolisierte den Ball, Serrières aber spielte solidarisch und redete ohne Unterlass. Welscher Stammtisch in Schwamendingen! Trainer Meier wusste immerhin zu verhindern, dass sich der frankophone Nsiala vom gegnerischen Captain während des Spiels in eine Unterhaltung verwickeln liess. Und schliesslich konnte Milan Gajic wieder einmal zeigen, wieviel Gefühl er im Fuss hat. Sein Freistoss traf so schön via Latte ins Tor, dass auf der Tribüne ausgelassen gelacht wurde (80.) Insgesamt zeigte man aber zu wenig, um die geschwätzigen Neuenburger in einer einseitigen Partie zu besiegen.  (Fotos: Markus Scherer)

FCZ U21 – FC Serrières 2:2
Maloth; Schmid, Djimsiti, Barmettler, Di Gregorio (91. Imren); Audino (77. Kleiber), Büchel, Stojanov (55. De Filippo), Mariani; Gajic, Nsiala

 


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