Okonkwo gesperrt

Zu den bisherigen Sorgenkindern kommt nun ein weiteres: Onyekachi Okonkwo. Der FCZ hat ihn «aus diziplinarischen Gründen» fürs heutige Uefe-Cup-Spiel gegen Sturm Graz aus dem Kader gestrichen. Ebenfalls nicht im Aufgebot ist Emra Tahirovic. Die NZZ schreibt zu den beiden Fällen:

Der Schwede mit bosnischen Wurzeln machte in Zürich bisher vor allem durch Disziplinlosigkeiten und die legere Arbeitseinstellung auf sich aufmerksam. Anfang August informierte er etwa den Klub, dass er in anderthalb Wochen in Frankreich heiraten werde. Deshalb stand der Stürmer gegen GC nicht im Aufgebot, deshalb wird er auch gegen Sturm Graz fehlen. Denn auf dem Rückweg in die Schweiz wurde er vom Streik der Gepäckarbeiter auf dem Flughafen Brüssel aufgehalten. Und Bahnfahren liegt offenbar unter der Würde des Frischvermählten.

Auch ein anderer FCZ-Ausländer leidet nicht an einem akuten Mangel an Selbstvertrauen: Onyekachi Okonkwo (genannt Tico), der nigerianische Gelegenheitsinternationale mit der grossen Präsenz im Zürcher Nachtleben, scheint je länger, je mehr zum störenden Faktor in der teaminternen Aufbauarbeit zu werden. Denn nur so ist es zu erklären, dass er vor dem Spiel gegen Sturm Graz «aus disziplinarischen Gründen» aus dem Kader gestrichen wurde. Was das genau heisst, wollte Sportchef Fredy Bickel zwar nicht kommunizieren, doch zumindest macht die Massnahme deutlich, dass die FCZ-Führung im Umgang mit ihren (hochbezahlten) Arbeitnehmern zu keinen Kompromissen mehr bereit ist.

Voraussichtliche FCZ-Aufstellung gegen Sturm Graz (gemäss «Tages-Anzeiger»): Leoni; Lampi, Stahel, Tihinen, Rochat; Aegerter; Nikci, Abdi, Djuric; Hassli, Alphonse (spielt er nicht, verstärkt Barmettler das defensive Mittelfeld).

Sturm Graz: Schicklgruber; Schanschiaschwili, Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki; Hölzl, Hlinka, Kienzl, Stankovic; Muratovic, Haas.


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