U21 steht im Regen

FCZ U21 – GC U21 1:3

Luca LadnerAuffälligster Spieler des FCZ: Luca Ladner (Bild: Markus Scherer)

R. Borkovic
A. Goncalves (66. L. Di Gregorio), J. Wuhrmann, D. Schiendorfer, M. Jurkemik
T. Mertoglu (66. C. Malele), D. Stojanov, R. Mutter, M. Kleiber (58. F. Hren)
L. Ladner, T. Joao Da Silva

Pünktlich zu Spielbeginn setzt auf der Allmend strömender Regen ein. Dieser hält rund 250 Fans aber nicht davon ab, das kleine Derby zu besuchen. Von der ersten Minute an merkt man, dass hier nicht nur um 3 Punkte, sondern auch um die Ehre gespielt wird; kein Meter wird dem Gegner geschenkt und man kämpft um jeden Ball. Nach wenigen Minuten hat der FCZ die erste Torchance. Ladner zirkelt einen Freistoss aus etwa 20 Metern wunderschön über die Mauer in Richtung linke Torecke, der Torhüter kann aber das Leder dank einer super Reaktion noch abwehren. Das Heimteam nimmt das Spiel jetzt in die Hand, scheitert aber nach schönen Kombinationen im Abschluss immer wieder an sich selbst oder am starken gegnerischen Torwart. Nach einem schnellen Angriff über Stojanov landet der Ball ebenso wenig im Tor, wie nach einem präzisen Schuss Ladners und weiteren Distanzschüssen, welche auf dem glitschigen Terrain sehr gefährlich werden. Und so ist es – zu diesem Zeitpunkt eher unverdient – der Gast, welcher in der 19. Minute mit der ersten Torchance in Führung geht. Die Verteidiger bekommen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, GC nützt das Durcheinander aus und der alleinstehende Rogerio kann nur noch zum 0:1 einschieben. Eine Reaktion lässt aber nicht lange auf sich warten, nur 3 Minuten später gleicht der FCZ aus. Nach einem weiteren schön getretenen Freistoss von Ladner kann der aufgerückte Verteidiger Jan Wuhrmann per Kopf den Ausgleichstreffer erzielen. In den folgenden Minuten plätschert das Spiel genauso wie das Wetter ein wenig dahin, bis dann erneut der stark spielende Luca Ladner den Führungstreffer auf dem Fuss hat. Sein kraftvoller Schuss zischt aber knapp am Lattenkreuz vorbei. Doch auch GC macht gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal Druck und so erzielt Chapuis nach einer Unstimmigkeit in der Zürcher Abwehr das 1:2. Der zweite gefährliche Schuss aufs Tor von Borkovic landet in den Maschen, „wer sie nöd macht, chunt sie halt über“ tönt es von den Zuschauerrängen und die Spieler gehen mit dem 1:2 in die Pause.
In der zweiten Halbzeit sehen die durchnässten Zuschauer weiterhin ein engagiertes Spiel mit Vorteilen für den FCZ. Trotzdem ist es wiederum der Stadtrivale, welcher in der 56. Minute den Ball im Tor von Borkovic unterbringen kann. Der Jubel der Gäste über die Führung ist riesig, scheint aber die U21 des FCZ nur noch mehr anzuspornen. Stojanov und Ladner versuchen mit präzisen Weitschüssen den Anschlusstreffer zu suchen, während hinten Borkovic einen stark getretenen Freistoss eines Hoppers gut pariert. Nach 64 Minuten hat wiederum der aktive Dalibor Stojanov eine gute Chance, sein schöner Schuss trifft aber nur den Pfosten. Das Spiel ist intensiv und die Rivalität zwischen den zwei Mannschaften ist deutlich spürbar. Auch die jungen Hren, Kleiber, Joao Da Silva und Malele kommen noch zu Torschüssen, leider scheint aber der gegnerische Torwart Spiegel heute beinahe unbezwingbar zu sein. Währenddessen beweist ein Mitglied der anwesenden Mini-Südkurve, dass diese nicht nur in den Choreos, sondern auch beim Schutz gegen den Regen kreativ ist: er steht in einem Pet-Abfallsack an der Bande und zieht so einige Lacher der anwesenden Fans auf sich. Doch leider sieht auch er den Ball nicht mehr im Tor des Gegners. Noch einmal lanciert Leandro di Gregorio in den Schlussminuten den Mittelfeldspieler Raoul Mutter, doch auch er kann die Grosschance zum 2:3 nicht nutzen und so endet das Spiel mit einer unnötigen Niederlage für den FCZ. Dazu muss bemerkt werden, dass heute drei 92er-, ein 93er- und zwei 94er-Jahrgänge zum Einsatz gekommen sind ( und ihre Aufgabe gut gelöst haben) und die lange Absenzenliste wichtige Namen aufweist: Drmics Kaltblütigkeit, Audinos oder Güntenspergers Zug aufs Tor und die technisch versierten Brunner und Mariani wurden immer wieder schmerzlich vermisst.
Das kurze Fazit des ehemaligen U21-Trainers Urs Fischer bringt es auf den Punkt: „Schade!“ Mit hängenden und nassen Köpfen verlassen sowohl Zuschauer, als auch die enttäuschten Spieler das Feld, allerdings können sie sich nach wie vor am ersten Tabellenrang erfreuen.
Dominik SchiendorferDominik Schiendorfer springt für einmal am Ball vorbei.


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