U21 verstärkt

Es war eine Art verstärkte U21, die am Sonntag beim Testspiel in Altstätten auf die Aufsteiger aus Vaduz losgelassen wurde. Da das Spiel als solches ähnlich ereignislos war wie der EM-Viertelfinal am selben Tag, kümmern wir uns hier wieder einmal um den Nachwuchs.

In der Innenverteidigung durfte, neben Vergara, der erst 17-jährige Philippe Koch ran. Er löste seine Aufgabe mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit. Auf seiner Seite gab es keine grösseren Probleme. Offensiv kann noch mehr kommen, aber sein Auftritt war sehr verheissungsvoll.

Martin Büchel im zentralen Mittelfeld machte gegen seinen Jugendverein ebenfalls ein sehr gutes Spiel. Er war immer anspielbar und kämpfte trotz schweisstreibenden Temperaturen (und das schon beim Zuschauen im Schatten) vorbildhaft.

Auf der rechten Flanke spulte Adrian Nikci seine Kilometer ab. Dass er etwas kann. wissen schon die meisten. Er kämpfte etwas unglücklich. war aber sehr aktiv. Ich hoffe, er erhält auch nächste Saison seine Einsätze.

Auf der gegenüberliegenden Seite kam Luca Ladner zum Einsatz. Nachdem er mich auf dieser Position anfangs sogar mal an Cesar erinnerte (machte das Spiel oft etwas langsam, hat aber technisch sehr grosse Fähigkeiten), kam ich schon bald wieder von dieser Idee ab. In mindestes vier Situationen kommt er von aussen tief in den Strafraum. Während in bester anspielbarer Position jeweils etwa drei Mitspieler winkten wie die Nati-Fans mit ihren Fähnchen, versucht er jedes mal, den Ball aus spitzestem Winkel irgendwie in Tor zu dreschen, schlenzen, schieben. Dass er noch nicht ein Raffael ist, muss ihm irgendwie noch beigebracht werden, dann kann auch er eine echte Verstärkung werden. Fairnesshalber muss gesagt sein, dass er in der U21 so gut wie nie auf dem Flügel spielte.

Im Sturm spielte, neben dem ansprechenden Testspieler Aloisio, mein persönlicher U21-Lieblinstürmer Admir Mehmedi. Er erwischte nicht seinen besten Tag und bekam zu spüren, dass die Verteiger auf diesem Niveau etwas härter zur Sache gehen als in der 1. Liga. Für ein absolut uneingespieltes Sturmduo machten die beiden aber kein schlechtes Spiel.

Auf gar keinen Fall vergessen gehen darf unser dritter Mann zwischen den Pfosten. Orlando Lattmann beweist konstant, wieviel Talent er hat. Was es zu halten gab, hielt er – und nebenbei dirigierte er, als wäre er schon ewig im Geschäft. Wenn sich alles normal weiterentwickelt, brauchen wir uns auf der Goalie-Position mit Johnny, Andrea und Orlando für längere Zeit keine Sorgen zu machen.


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