Fabio Schmid

Uhrenkrise


Im ersten Heimspiel der Rückrunde überzeugt die U21 nur eine Stunde lang und verliert erstmals seit fünf Partien wieder. Neben den Rückkehrern Djimsiti und Mariani standen auch Martin Büchel, Ludovic Magnin und Stjepan Kukuruzovic in der Startaufstellung und drückten den Altersdurchschnitt der Mannschaft deutlich über die Marke 21 hinaus. Nicht vom Fleck kam die Matchuhr. Wild blinkten Zahlen auf, blieben stehen, verschwanden ganz. Und dies ausgerechnet, wenn der Gast aus der Uhrmacherstadt Grenchen kommt. So musste der Schiedsrichter den Captains die Zeit ansagen. „Lookin‘ at my Gucci, it’s about that time.“ Gut funktionierte hingegen das taktische Konstrukt der Zürcher. Die Innenverteidigung mit Djimsiti und Schmid überzeugte wie gewohnt, davor bildeten Büchel, Mariani und Kukuruzovic ein flexibles, zentrales Dreieck, einmal mit Doppelzehn, dann mit Doppelsechs spielend. Über weite Strecken hatte der Gegner keine Torsituationen, kaum eigentliche Offensivaktionen zu verzeichnen. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein zählte man zwei, wenngleich eher zufällig enstandene Chancen. Die Führung der Zürcher nach 35 Minuten war nur folgerichtig. Ivan Audino verwertete einen Foulpenalty, nachdem Fabio Schmid im Strafraum umgerissen worden war. Allerdings versäumte es der FCZ in der Folge, das Skore zu erhöhen. Gelegenheit dazu hatte er zu Genüge. Namentlich Di Gregorio machte über die rechte Seite viel Druck. Berat Djimsiti staubte zwar nach einem scharfen Volley Audinos aus kurzer Distanz ab (62.), allerdings hatte der Schiedsrichter zuvor eine Regelwidrigkeit gesehen. Dann baute das Team stark ab. Man blieb zwar mit langen Bällen in die Spitze gefährlich, bot aber dem FC Grenchen zuviel Raum. Wenn  die zwei Gegentreffer (76./85.) auch glücklich zustande kamen, so muss sich die Mannschaft doch vorwerfen lassen, den Gegner zum Torerfolg eingeladen zu haben. Keine grosse Verstärkung war Magnin, zu konfus und fehlerhaft sein Spiel. In der Schlussphase beorderte Trainer Meier den gelernten Stürmer Djimsiti in die Spitze, und auch Torhüter Brecher trieb es noch zweimal in den gegnerischen Strafraum, allerdings ohne Erfolg. (Fotos: Markus Scherer)

FCZ U21 – FC Grenchen 1:2
Brecher; Kleiber, Djimsiti, Schmid, Magnin; Di Gregorio, Büchel (86. Imren), Brunner; Kukuruzovic (78. Stojanov), Mariani; Audino (78. De Filippo)

 


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