Ramadan Morina

Von der Mühsal zu punkten

Die U21 spielt gegen den FC Breitenrain unentschieden und gibt damit zum vierten Mal in Folge im Vergleich mit einem schlechter klassierten Gegner Punkte ab. Dies nachdem man zu Beginn dieser Saison gegen stark eingestufte Mannschaften stets eine gute Figur machte und beispielsweise YF/Juventus und FCB II besiegte. Wo genau es im Moment harzt, ist schwer auszumachen. Der defensive Einsatz ist gut, der Wille zum Sieg immer erkennbar. Die Oldies im zentralen Mittelfeld, Stojanov und Gajic, rackerten heute vorbildlich und bekamen einiges auf die Knochen. Milan Gajic durfte sich auch den einzigen Zürcher Treffer gutschreiben lassen. Sein Freistoss landete sehenswert zum Ausgleich in den Lattenwinkel (53.) Die Verteidigung – mit dem jungen Armin Alesevic in der Mitte und Ramadan Morina auf ungewohnter Position rechts aussen – liess kaum Torchancen zu. Einzig beim Führungstreffer zeigte man sich angesichts der Physis der Berner Angreifer vielleicht etwas naiv. Ein Problem war dagegen die Präzision im Zusammenspiel. Auch war zeitweise bei Ballbesitz wenig Bewegung im Spiel. Geredet wurde vor allem aufseiten des FC Breitenrain. Lag es etwa am Föhn? Tatsächlich wirkten heute selbst die Balljungen apathisch. Immerhin darf festgestellt werden, dass die Zürcher an der Aufgabe gewachsen sind. Der gewonnene Punkt war die Belohnung für eine Willensleistung, der Gegner aus Bern, der dem Spiel über weite Strecken den Stempel aufdrückte, am Ende durchaus zurecht enttäuscht. Als Drittletzter ist er dringend auf Punkte angewiesen. Der FCZ hat sich dank dem guten Saisonstart komfortabel im Mittelfeld etabliert. Und bekanntlich zählt in einer Nachwuchsmannschaft die Entwicklung der einzelnen Spieler oft mehr als die Tabellenlage. Trotzdem würde man wohl gerne auch wieder einmal gewinnen. Vielleicht nächstes Wochenende gegen Etoile Carouge, den Viertletzen. (Foto: Markus Scherer)

FC Zürich II – FC Breitenrain 1:1 (0:1)
Brecher; Morina, Schmid, Alesevic, Schäppi; Di Gregorio, Brunner, Stojanov (70. Causi), Kleiber; Gajic, De Filippo (83. Nsiala)


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