Wieder auf Augenhöhe

FCZ U21 2:1 FC Tuggen

A. Malloth

A. Goljica, P. Koch, D. Schiendorfer, M. Challandes

M. Schönbächler (46min. M. Mangold), T. Tarchini, L. Ladner (46min. D. Stojanov), J. Santana

J. Ramos (70min. I. Emeghara), G. Ivanishvili

Samstag 16.00 Allmend Brunau. 43 Stunden zuvor stand ich ca. 50 Meter über Rasen im San Siro und war wahnsinnig nervös. Auf der Allmend ist die Differenz vom dritten Rang noch ca. 1 Meter, dafür riecht man den Rasen und fühlt sich nicht wie in einer riesigen Voliere. So richtig nervös werde ich auch nicht obwohl ein „Spitzenkampf“ ansteht, der zweite gegen den vierten. Umso nervöser beginnt dafür unser Nachwuchs. Einige unnötige Ballverlusste bringen Tuggen sofort ins Spiel. Einmal kann nur noch auf der Linie geklärt werden, das andere mal reagiert, der zum ersten mal eingesetzte, Andres Malloth gut. Schon nach 18 Minuten fällt dann doch das erste Tor für Tuggen. Der FCT bleibt in der ersten halben Stunde das bessere Team, auch weil unsere Offensivabteilung heute einen schwachen Tag einzieht. George Ivanishvili sieht für einmal keinen Ball, Marco Schönbächler kämpft gut, aber auch noch etwas unglücklich und Joel Ramos, der endlich wieder mal von Anfang ran darf, zeigt eine durchzogene Leistung. Seine beste Szene hat er aber in der 44 Minute. Nahe der Cornerfahne schlägt er einen perfekten Freistoss in den Strafraum welcher Tito Tarchini mit dem Hinterkopf zum 1:1 Pausenstand einköpfelt. In der Pause gesellt sich Challandes zu seinen Trainerkollegen Andermatt und Trümpler, die sich das ganze Spiel interessiert anschauen. Wer oder was es da zu beobachten gab wissen wir leider nicht, aber Challandes hat sein Terrain souverän verteidigt. Der zweite Durchgang beginnt mit zwei Wechseln. Mangold kommt für Schönbächler und Stojanov für Luca Ladner, der zusammmen mit Tito Tarchini eine sehr gutes zentrales Mittelfeld gebildet hatte. Tuggen versiebt gleich zu beginn eine Riesenchance und hat danach immer weniger vom Spiel, welches mit wenigen Torszenen aber viel Kampf auskommt. In der 70 Minute hat der FCZ einen Einwurf ca. 20 m. von der Grundlinie entfernt. „Gönd ine, hey !“ schreit Goljica seine sich anbietenden Mitspieler in den Strafraum und wirft den Ball tatsächlich problemlos bis da ein. Daraus entsteht eine sehr gefährliche Szene die mit einem Cornerpfiff endet worauf Goljica selbstbewusst komentiert: „händ er gseh !“ Diese Chance läutet die beste Phase des FCZ ein. Drei Minuten danach zieht Dalibor Stojanov aus grosser Distanz ab und der Goalie kann das gut platzierte Geschoss nur noch zum Eckball klären. Diesen tritt dann ebenfalls Stojanov und ebenfalls sehr gut. Erneut auf Tarchinis Kopf gezirkelt trifft dieser nur die Latte, doch Marco Mangold steht gut und verwertet den Abpraller per Kopf (74min.) Die letzte Viertelstunde stürmt fast nur noch Tuggen. Der FCZ verhält sich aber geschickt, der FCT etwas weniger da sie sich mit vielen Fouls selber bremsen. So bleibt es denn bei diesem Sieg, der den zweiten Platz zementiert und die richtige Antwort auf die klare Niederlage vom letzten Wochenende ist. Nach zwei Stunden auf der Allmend bin ich endgültig wieder in Zürich angekommen. Nur die Parkhausspiralen von Sihlcity erinnern auf dem Nachhauseweg ein letztes mal an den grossen Auftritt des grossen FCZ im grossen Giuseppe-Meazza-Stadion.


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