Stjepan Kukuruzovic

Zahlenspiele

Im Dauerregen von Basel verliert die U21 zwar deutlich, geht aber dabei nicht unter. Die Klimadaten von MeteoSchweiz zeigen auf: Basel hat das bessere Wetter als Zürich. Mehr Sonnenstunden, weniger trübe Tage, weniger Eis und Frost und höhere Temperaturen. Während in Zürich jährlich 1042 mm Niederschlag fällt, misst man in Basel lediglich 778. Die paar Millimeter, wird man sagen, nass machen sie einen aber schneller, als einem lieb wäre. Heute hielt sich das Wetter aber genauso wenig an die Statistik wie die Basler U21, die seit geschlagenen acht Jahren nicht gegen ihre Altersgenossen aus Zürich gewinnen konnten („Der Lieblingsgegner“). Nachdem Davide Mariani seine Mannschaft bereits nach 6 Minuten durch einen schönen Weitschuss in Führung brachte, lief das Spiel in der Folge gegen die Zürcher. Ein schönes, aber stark abseitsverdächtiges Durchspiel des FCB (31.) und ein schmeichelhafter Penalty, mehr dem gar naiven Verhalten Mike Kleibers, als übertriebener Härte geschuldet (45.+2), stellten den Spielstand auf den Kopf. Die U21 hat in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass sie sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt. Aber das 3:1 direkt im Anschluss an die Pause machte die Aufgabe gegen einen hochmotivierten Gegner sehr schwer. Wieder war etwas Pech im Spiel, rutschte doch Filip Hren bei einem Eckball des FCB am kurzen Pfosten aus und machte es so seinem Gegenspieler leicht zu treffen. In der Folge wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch. Die Räume, die sich den Baslern eröffneten, nutzten diese schliesslich zum 4:1 (66.) Es ist aber festzuhalten, dass die von Assistenztrainer Louis Nater geführte Mannschaft bis zum bitteren Ende hart arbeitete. Allerdings ohne zählbares Resultat in der Statistik, die im Fussball über den Sieger einer Partie entscheidet: jener der erzielten Tore. Auch mit Djismiti im Sturm blieb es dabei: Das Spiel ging verloren, aber mit Anstand. (Foto: Markus Scherer)

FC Basel U21 – FCZ U21 4:1
Brecher; Kleiber, Djimsiti, Schmid, Di Gregorio; Hren (54. Imren), Büchel, Kukuruzovic, Audino; Mariani, (86. Morina), De Filippo (76. Nsiala)


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