Die Kurve brennt

Wie viele Medien berichteten, sprengte die Stadtpolizei Zürich gestern im Letzigrund einen Pouletflügel und zündete Fakeln. (Der entsprechende Bericht im SF beinhaltet auch eine Anleitung zum fachgerechten Zünden einer Fackel.) Damit sollte die Gefährlichkeit von pyrotechnischem Material demonstriert werden. Betont wurde dabei auch, dass künftig (!) auch vermehrt der Dialog mit den Fans gesucht werden soll. Dieser Dialog wird aber als sehr schwierig erachtet und das Gefühl kommt auf, als würden sich die Verantwortlichen bereits im Voraus für das Scheitern ihrer Bemühungen entschuldigen wollen. Obwohl der Dialog betont wird, kann der Kommunikationschef (!) der SFL, Roger Müller, doch nicht von der martialischen Rhetorik ablassen, wenn er sagt, dass es aber nicht sein könne, «dass aus dem Besuch eines Fussballspiels eine Risikosportart wird».

Die Lektüre des Interviews mit FCB-Vizepräsident Bernard Heusler im heutigen Tages-Anzeiger (nur Printausgabe) lohnt sich dagegen sehr. Leider sind Aussagen wie die Folgende von Vereinsverantwortlichen noch immer eine Seltenheit:

Für mich ist es wichtig, eine hohe Identifikation zwischen Klub und Kurve herzustellen. Es wäre arrogant und respektlos und damit auch eine Dummheit, ihre Anliegen nicht ernst zu nehmen.


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