Die Mehrfachrolle des FCZ-Sicherheitschefs

In ihrer heutigen Ausgabe nimmt die NZZ die, wie sie schreibt, «heikle Aufgabe» der privaten Sicherheitsdienste in den Schweizer Fussballstadien unter die Lupe: die verschiedenen Konzepte wie reine Stewards (Basel, Bern) oder auch behelmte Delta-Security (Zürich, Sion, Schaffhausen), Ausbildung der Sicherheitsleute und – vor dem Hintergrund der SFL-Reglemente und der Strafprozessordnung – wie sie eingreifen können und wie nicht. Dabei kommt die NZZ auch auf die Mehrfachrolle des FCZ-Sicherheitschefs Christian Schöttli und daraus entstehende mögliche Interessenskonflikte zu sprechen:

«Es ist eine Randnotiz, die ins Bild passt: Der Sicherheitsverantwortliche des FC Zürich, Christian Schöttli, amtet gleichzeitig als Geschäftsleiter der für die Sicherheit im Stadion Hardturm zuständigen Firma. Schöttli sieht hierin keinen Interessenkonflikt: «Sämtliche Sicherheitskonzeptionen werden vor der Umsetzung zuerst mit dem Verwaltungsrat des FC Zürich abgesprochen», und auch der FCZ steht, wie er in einer Mitteilung beteuert, hinter Schöttli. Indes halten die Richtlinien der Swiss Football League (SFL) fest, dass ein Sicherheitsverantwortlicher eines Klubs, während er für seinen Verein im Einsatz steht, nicht gleichzeitig Aufgaben in einem vom Klub beauftragten Sicherheitsunternehmen wahrnehmen darf. Ausgeschlossen ist, laut Reglement, auch die Übernahme der Sicherheitschef-Funktion, wenn der Sicherheitsverantwortliche gleichzeitig bei einem von einem anderen Klub beauftragten Sicherheitsunternehmen Aufgaben erfüllt, was bei Schöttli der Fall ist. Seine Firma Delta ist auch beim Grasshopper-Club Zürich, beim FC Sion sowie beim FC Schaffhausen für die Sicherheit an den Heimspielen verantwortlich. Die SFL scheinen derlei Verbandelungen nicht zu stören; sie hat Schöttli jüngst ein Mandat im Bereich Sicherheit erteilt.»

2 Kommentare

  1. Salve
    Schöttli? Der Vizekönig von Landolt’s Gnaden? Kennt Ihr schon das neueste Gerücht, das bald keine mehr sein wird??

    Laut eigenen, noch nicht publizierten Aussagen von Landolt werden Sicherheitsdelegierte, die einem Verein angehören / für einen Verein arbeiten von Landolt, Schöttle und Pfister (der General der Sicherheitsinspizienten) “entlassen” und ersetzt. Komischerweise sind da aber noch Meier Beat und Dünki Geri aus Basel und Doming aus Zürich, die natürlich dabei bleiben dürfen. Langsam macht sich der Gedanke breit, dass Landolt und Schöttli die eigenen Firmen Stewart.ch und Delta pushen wollen… was an und für sich nicht schlecht ist. Blos.. wenn man eine Organisation wie die SFL dazu ausnutzt sind die Herren fehl am Platz.

    Dazu kommt noch, dass die Mitglieder der Sicherheitskommission scheinbar explizit nach der Grösse des Stadions ausgesucht werden. Thun bildet die Ausnahme, die haben sich gewehrt. Ob hier die Drohung an die Öffentlichkeit zu gehen dahinterstand ist nicht bekannt. Aber die Absicht ist scheinbar offensichtlich, das generieren von Geschäftskontakten ohne Rücksicht auf die Interessen des Schweizer Fussballes und deren Fans.

    Tja, die Herren sind einen Schritt weiter.. sie besetzen die eigenen Reihen mit Sympathisanten, Kritiker werden ausgetauscht. In der Sicherheitskommission bereits geschehen, bei den Sicherheitsdelegierten im tun. Wer jetzt meint, das betreffe ihn als Fan nicht wird es spätestens dann merken, wenn die Drei ihre Politik durchsetzen.

    Ihr entschuldigt, wenn ich mit einem Nick arbeite… die Sache ist relativ heiss für mich.

    Gruss
    udssr

Kommentare sind geschlossen.