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Ein Schützenfest

Haben Sie schon einmal 1:10 verloren? Gemeint ist nicht im Tischfussball. Der FC Yverdon war heute der U21 in allen Belangen unterlegen; spielerisch, physisch, organisatorisch. Erstaunlicherweise aber haben die Spieler aus dem Waadtland nie die Moral verloren und bis zum Schluss dagegengehalten, wie sie eben konnten. Dies obwohl ihnen die spielfreudigen Zürcher nichts schenkten. Fünf Minuten vor dem Ende der Partie belohnte sie dafür der Ersatzspieler Stojko Kikic mit dem Ehrentreffer. Man hat sich offensichtlich in Yverdon eine grosse Leidenfähigkeit zu eigen gemacht. Mit Lucien Favre war man Ende der Neunzigerjahre in die Nationalliga A aufgestiegen und hatte die Schweiz mit schönem Kombinationsfussball bezaubert. 2005 folgte der letzte Aufstieg für eine Saison, dann gings nur noch bergab. Nun steht man ohne Geldgeber da und kämpft in der 1. Liga um den Anschluss. In der Winterpause wollte ein ehemaliger Spieler aus der Super League anheuern und verpasste dabei den Transferschluss. Heute fehlten zudem die zwei nominellen Goalies. Der Tiefpunkt dürfte in der Hinrunde erreicht worden sein, als Gabet Chapuisat (die Antithese Favres) als Trainer in 12 Spielen ganze drei Punkte holte und zwei Partien (davon eine gegen den FCZ) forfait verlor, weil er gesperrte oder zuviele nicht lokal ausgebildete Spieler einsetzte. Nun will man einen Neubeginn wagen, mit jungen Spielern und einem jungen Trainer. Und so hört man beim Stand von 0:9 aus der Mannschaft „allez!“ und „jusqu’au bout!“ Im Team des FCZ stand Francisco Rodriguez das erste Mal in der Startformation und wusste dabei mit seiner feinen Ballbehandlung zu gefallen. Leandro Di Gregorios ebenso präzis wie listig getretener Freistoss zum 4:0 sollte ebenso Erwähnung finden. Notiert wurden des weiteren aufseiten des Heimteams acht verschiedenene Torschützen, nicht getroffen haben Malloth, Kllokoqi, Alesevic, Schäppi, Stojanov und Nafkha. Die nächste Gelegenheit gibt es am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel im schönen Tuggen. (Fotos: Markus Scherer)

FC Zürich II – FC Yverdon-Sport 10:1 (4:0)
Malloth; Schmid, Kllokoqi, Alesevic, Schäppi; Di Gregorio (66. Rubangura), Stojanov, Salija; Rodriguez (62. Nafkha), Nsiala (70. Causi), Kleiber


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