Endlich ein Grund zur Panik?

Heute Abend wird der erste Teil der 14. Runde der Saison 07/08 ausgetragen. Der FC Zürich wird sich zu diesem Anlass im Espenmoos zu Sankt Gallen versuchen. Die NZZ beginnt heute den Artikel zur Lage des FC Zürich mit folgenden Worten:

Basel, Prag, Thun, St. Gallen. Im 72-Stunden-Takt reist der FC Zürich landauf, landab. Die gute Nachricht: So bleibt kaum Zeit, nach mittelmässigen Auftritten ins Grübeln zu versinken. Die schlechte: Erholung kommt ebenfalls zu kurz.

Trainer Bernard Challandes will allerdings nicht jammern, auch wenn die Verletztenliste im Verein immer länger statt kürzer wird. «Die Tabelle interessiere ihn zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht», wird der Trainer weiter zitiert. Eigentlich gibt es auch überhaupt keinen Grund zum Jammern, schon gar nicht über die aktuelle Tabellenlage. Denn wir errinnern uns noch daran, noch gar nicht so lange ist es her, als dieselbe NZZ fast schon poetisch zu schreiben wusste:

Der Schweizer Lebensrythmus weist eine gewisse Konstanz auf. Die Müllabfuhr kommt am Montag, die Papiersammlung am Mittwoch, die SBB in der Regel rechtzeitig und die Steuerrechnung immer im falschen Moment. Auch in der Sportwelt gibt es terminliche Fixpunkte, die sich nicht umstossen lassen. Der Herbst beispielsweise kündigt sich in den hiesigen Fussballstadien jeweils mit einem untrügerischen Zeichen an. Herbst ist, wenn der FC Zürich seine Turnübungen am Trennstrich der Rangliste beginnt.

(aus der NZZ vom 24. September 2001)


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