Erneutes Geisterspiel für den FCZ

Die Meldung der Sportinformation: «Der FC Zürich und der FC Basel müssen in der kommenden Saison je ein Spiel vor leeren Zuschauerrängen austragen. Die Disziplinarkommission (DK) der Swiss Football League verhängte diese Strafe aufgrund der Vorfälle beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Klubs am 17. Mai 2009. Der FC Zürich wird zusätzlich mit 80 000 Franken gebüsst.
Die DK hält in ihrem Urteil fest, dass beide Klubs die im Bericht des Sicherheitsdelegierten rapportierten Vorfälle nicht bestreiten. Festgestellt wurden unter anderem ein massiver Einsatz von Pyro-Artikeln durch Gäste- und Heimfans, ein absichtliches und gezieltes Abfeuern von Leuchtraketen vom Gästesektor aus in einen Sektor mit Heimfans und aufs Spielfeld, das Überklettern/Einreissen von Abschrankungen und das Betreten der Tartanbahn durch Fangruppierungen beider Seiten.
Beide Klubs haften gemäss den reglementarischen Bestimmungen kausal für das ungebührliche Verhalten ihrer Anhänger, der FC Zürich zudem für ein Organisationsverschulden. Gegen die Urteile der DK kann innert fünf Tagen Rekurs eingereicht werden.»

12 Kommentare

  1. Wer die Aggressionen im Stadion ausgelöst hatte, war vor Ort klar beobachtbar. Vielleicht sollte man bei Risikospielen auf „Anhänger“ des Gastklubs verzichten. Doch hat auch der FCZ immer wieder Pyro-Psychos, weshalb mich die laschen Zutrittskontrollen immer wieder erstaunen.

  2. @elmex, das ist nicht Willkür, beide Klubs hatten schon massive Ausschreitungen, das heisst Wiederholungsfall für Beide. Man könnte nun behaupten der SFV hätte beide Klubs auf dem Kieker… aufgrund der unterschiedlichen Strafen/Bussen.
    Die finanziellen Folgen für die Fussballvereine sind drastisch in einem Land, das Randsportarten liebt und fördert.Fussballbesuche haben schon seit je her ein anrüchiges Image, sowie gesellschaftlich unruhiges Potenzial…Man kann nur hoffen, dass die Politik, Wege findet. Hopp FCZ „zaig was chasch“ !

  3. Die brutalen und massiven Störungen an der Meisterfeier durch die Kreis4-Schläger im Letzigrund sind wieviele wenige Wochen her? Und hat sich der Klub dazu verlauten lassen? Nein. Hat er nicht. Und wer war den da im Familiensektor bei besagtem Spiel? Eben. Vielleicht muss der Klub auch über Geisterspiele lernen.

  4. Damit wären die Mehreinnahmen durch die zusätzlichen „Kurven“-Plätze wieder weg – mehr als weg. Man müsste sich u.U. vorher überlegen, wer diese Tickets kaufen wird. Man hätte es erahnen können, wenn man sich an das letzte Derby in der Saison 2006/2007 im Hardturm erinnert hätte …

  5. @ Moto
    Im Familiensektor waren sicherlich auch ein paar der besagten Idioten. Aber rechtfertigt deren gemaxe und zugegebenermasen schlechtes Benehmen 80’000.- Franken Busse und ein Geisterspiel? Ich glaube kaum!

    Dieses Urteil ist ein Skandal und darf vom FCZ so nicht hingenommen werden. Eine Busse von ca. 30’000.- ohne Geisterspiel gegen den FCZ, wie in ähnlichen Fällen bei YB, Luzern und Sion wäre gerechtfertigt.

  6. Ich möchte nicht Öl ins Feuer giessen, aber wäre auf unserer Seite keiner auf die Bahn gesprungen wäre sicherlich wenigstens das Geisterspiel entfallen. Das es eine Busse für „unsere Pyro“ gibt ist ja nicht zu beanstanden, die gibts ja wohl automatisch wenn diese gezündet wird. Aber eben ich verstehe das Urteil als solches dass eben auch bei uns ein paar sich von der Situation hinreissen liessen und eben auf die Bahn gesprungen sind. Aber wieso beide gleich viele GS erhalten haben verstehe ich nicht. Fair fände ich 2 GS für Pissel und Busse für FCZ.

  7. Auf der Bahn befanden sich die Capos, die jeden Hitzkopf, der sonst raus wollte wieder „zurückschickten“. Es war dies quasi ein Vorzeigefall für erfolgreiche Selbstregulierung und wurde damals im Fernsehen sogar von einer (in meiner Erinnerung) SFV- oder Security-nahen Person ausdrücklich positiv erwähnt.

    Dass erfolgreiche Selbstregulierung nun so hart bestraft wird, ist völlig unbegreiflich. Es sei denn, der SFV wollte das Zeichen setzen, dass er auf Selbstregulierung scheisst und es lieber gehabt hätte, wenn noch 30 aus der SK übers Feld gerannt wären, damit es dann so richtig getätscht hätte. Weil so deute ich dieses Urteil

  8. Oke das isch schon so. Aber eben der SVF will eben schon das unterbinden. Weil gemäss den alten Herren dort hätte es gar nicht soweit kommen dürfen, wie auch immer.
    Ich akzeptiere die Selbstregulierung vollumfänglich, stehe auch dahinter was dies angeht. Finde die auch besser als irgendwelche Strafen etc. Aber sehen wir es mal von der sachlichen Seite. Die sind doch froh wenn Sie wieder auf der ganzen Sache „rumtrampen“ können und endlich Ihren überwachungsstaat einrichten können. Und für das wird jede Wahrheit und gegebenheit gedreht und zurechtgerückt damit es einseitig stimmt. Die Frage beleibt wie sieht es die Geschäftstelle des FCZ?

  9. Auf Seiten der Bisler war es übrigens der dicke Zindel der sich sehr engagiert und erfolgreich den maxenden Bebbis in den Weg gestellt hat und somit sehr zur Beruhigung nach dem ersten Übersteigen der Abschrankungen beigetragen hat. Danach konnte er auch nicht mehr viel ausrichten.

  10. @Svon H.:

    Leider wird diese – gelungene – Selbstregulierung nun in den Medien nicht (mehr) als das dargestellt, was sie war, sondern als „Szenen wie diesen. Sie sind unnötig, sie sind dumm.“ Aber schaut selbst (ab 0:42): Zum Video

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