Im Fahrplan


Guter Start der U21 ins Turnier auf der Buchlern: mit 7 Punkten aus 3 Spielen steht man nach dem ersten Tag an der Gruppenerster da. Alle Jahre wieder lädt die FIFA resp. der FC Blue Stars zum Stelldichein der Nachwuchsfussballer aus aller Welt ins kleinbürgerliche Wohnquartier am Uetliberg. Sponsorenzelte allenthalben, Festwirtschaft und Gumpiburg. Nur das Wetter wollte wieder nicht so recht mitmachen. Immerhin gab es dieses Mal keinen Regen. Zum Auftakt gab es für den FCZ die Finalrevanche vom letzten Jahr gegen die Boca Juniors. Die Argentinier zeigten sich auch heute als starker Gegner, und wenn Giuseppe De Filippo auch einen Pfostenschuss zu beklagen hatte, so konnte sich das einheimische Team doch am Ende mit dem 0:0 glücklich schätzen.

Beim zweiter Gegner war es dann nicht mehr weit her mit der Internationalität. Gegen den FC Thun spielte man vergangene Saison bereits in der 1. Liga. Immerhin wussten die Berner Oberländer schon, was sie in etwa im Spiel gegen das beste Nachwuchsteam der Schweiz erwarten würde. Letzteres nahm nun auch richtig Fahrt auf. Namentlich Davide Mariani zeigte, in welch beneidenswerter Form er sich im Moment befindet. Vor Jahresfrist war er noch an Krücken und als Zuschauer beim Turnier dabei, heuer führt er im Mittelfeld den Taktstock und wurde, zweimal mustergültig vom U18-Spieler Cephas Malele eingesetzt, gegen Thun zum doppelten (und einzigen) Torschützen. Den dritten Höhepunkt setzte der Platzspeaker, als er von der Wiederwahl Sepp Blatters Kunde tat. Wir freuen uns schon auf seinen morgigen Auftritt in Altstetten.
Dritter und letzter Gegner dieses Tages war die Nachwuchsabteilung des SSC Napoli, die ihrem Verein heute keine Ehre machte und sämtliche Spiele verlor, dasjenige gegen den FCZ gleich mit 4:0 Toren. Erst konnte erneut Mariani von der Vorarbeit Maleles profitieren und dessen Querpass einschieben. Danach war es der U18-Junior, der erst eine scharfe Hereingabe Leandro Di Gregorios verwerten und danach, von Davide Mariani mustergültig freigespielt, das 3:0 erzielen konnte. Den Schlusspunkt setzte Ivan Audino, der kurz vor Schluss einen Ball nicht verloren gab und vor dem geschlagenen Torhüter Ali Imren bediente, welcher den Ball flach ins Tor rollen konnte. Die Zürcher haben somit beste Chancen, ein zweites Mal in Folge am Finalspiel teilzunehmen und dannzumal den Präsidenten zu treffen. Und wärmer soll es morgen auch wieder werden.
(Fotos: Markus Scherer)

Von Hermus Rackers

Besucht seit Jahren lieber die Spiele auf dem Heerenschürli (Utogrund, Brunau) als im Letzigrund.