Konzentriert zum Sieg

Nach fünf Spielen ohne Sieg macht die zweite Mannschaft im letzten Heimspiel vor der Winterpause alles richtig und gewinnt gegen einen starken SC Kriens knapp, aber verdient mit 1:0. Dabei diktiert das Gästeteam über weite Strecken die Partie, kommt allerdings kaum zu Torchancen. Die besseren Gelegenheiten bieten sich den Zürchern, die dem hohen Pressing des Gegners taktisch geschickt standhalten und sich auch von dessen schnellen Umschalten in die Offensive nicht überrumpeln lassen. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei Cédric Brunner zu, der vor der Abwehr eine untadelige Partie spielt. Milan Gajic, der zu Beginn nicht auf seinem gewohnt hohem Niveau agiert, steigert sich im Verlauf des Spiels und ist – fast folgerichtig – kurz vor der Pause für den Siegtreffer verantwortlich. Erst wird sein entschlossenes Solo im gegnerischen Strafraum regelwidrig gestoppt, dann verwandelt er den fälligen Penalty mit grosser Sicherheit. Rätsel gibt dagegen der Einsatz von Joetex Frimpong auf. Warum man im Nachwuchsteam einen Dreissigjährigen spielen lässt, der weder in besonders guter Form zu sein scheint, noch sich durch sein Engagement aufdrängt, ist schwer nachvollziehbar. Gewiss, einige gefällige Aktionen des Ghanaers haben wir gesehen, seine Vorlage zu Kleibers Flugkopfball aus vier Metern hätte bereits das 1:0 bringen sollen (30.) Über das Ganze gesehen meinen wir aber, dass Frimpong einem jungen Spieler den Platz wegnimmt. Allerdings läuft Ende Jahr der Leihvertrag mit dem FC Grenchen aus. Dann könnte beispielsweise der junge Elvedin Causi zeigen, wieso der FC Zürich ihn vom SC YF/Juventus unter Vertrag nahm, für den er letzte Saison 15 Tore schoss. Zuvor stehen noch zwei Auswärtspartien in Nyon und Delémont an und möglicherweise die nachzuholende Partie in Genf bei Etoile Carouge. (Fotos: Markus Scherer)

FC Zürich II – SC Kriens 1:0
Malloth; Schmid, Beda (46. De Filippo), Alesevic, Schäppi; Di Gregorio, Brunner (88. Causi), Gajic, Kleiber; Mariani (76. Stojanov), Frimpong

Von Hermus Rackers

Besucht seit Jahren lieber die Spiele auf dem Heerenschürli (Utogrund, Brunau) als im Letzigrund.