Monsieur Challandes und das Bauchgefühl von Empoli

Ein wunderschöner Ausflug wars gestern in die Toscana. Fast alles hat perfekt gestimmt. Aber dieses „fast“, der Match, war der Grund warum wir alle hingefahren sind nach Empoli. Natürlich ist es immer einfach über den Trainer herzuziehen nach einer Niederlage, aber gestern hat Monsieur Challandes einen Riesenbock geschossen. Ein „Bauchgefühl“ habe ihn gestern dazu bewogen Kondé in die Startaufstellung zu berufen. Und was dabei rausgekommen ist, haben wir gesehen. Kondé war läuferisch und spielerisch überfordert, kam meist zu spät (ok, ein paar andere Spieler auch noch) und war ein Fremdkörper im Team des FCZ.

Noch vor wenigen Tagen hat Challandes selber erklärt, dass Kondé noch einige Zeit brauche, um mit der Mannschaft mithalten zu können. Bei meinen regelmässigen Trainingsbesuchen war es offensichtlich zu sehen, dass Kondé überhaupt noch nicht ins System passt und noch viel Zeit braucht um auch athletisch und spielerisch den Anschluss zu finden.

Nichts gegen den Spieler Kondé, er wird seinen Weg beim FCZ bestimmt machen, aber so verheizt man Spieler, Monsieur Challandes. Verheizt wurde nicht nur Kondé, sondern auch die sich unaufhörlich an der Seitenlinie vergeblich einlaufenden Kollar und Lampi und auch Staubli oder Gashi. Alle sind sie heiss auf einen Einsatz, alle hätten im Mittelfeld eingesetzt werden können, alle trainieren seit Monaten im FCZ-Uhrwerk und sind topfit. Hoffen wir, dass Monsieur Challandes sein Bauchgefühl das nächste Mal etwas geschickter umsetzt. – Lange dürfen unsere jungen Talente an der Seitenlinie nicht mehr verhungern.


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