Sicherheitschef Schöttli abgesetzt

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, hat der FCZ Sicherheitschef Christian Schöttli abgesetzt. Schöttli war für die Ordnung an den Heimspielen zuständig, als Geschäftsleitungsmitglied der Delta Security führte er diesen Auftrag auch aus. Ein Doppelmandat, das eigentlich laut Regeln der SFL nicht erlaubt ist. Die Südkurve hatte seit längerem und verstärkt nach den Vorfällen im Heimspiel gegen Sion am 18. April die Absetzung Schöttlis gefordert («Schöttli raus»). Damals sollen Deltas einen Fan festgehalten, seine Personalien aufgenommen und auch geschlagen haben. Deshalb läuft gegen mehrere Delta-Angestellte eine Strafuntersuchung wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung durch die Staatsanwaltschaft Zürich. Gemäss Gesetz ist privaten Sicherheitsleuten lediglich erlaubt, verdächtige Personen festzuhalten, aber nicht Personalien aufzunehmen. Laut Schöttli sei dies im Fussball aber «gang und gäbe».

«Wir sind froh, dass der Vorwurf des Interessenkonflikts aus der Welt geschafft worden ist», sagt Martin Guglielmetti. Das FCZ-Verwaltungsratsmitglied tritt die Nachfolge Schöttlis als Sicherheitschef an. Die Firma Delta behält das Mandat aber weiterhin.