Song der Woche: Emilie Simon

Song der Woche Am 1. April dieses Jahres haben wir in der „Song der Woche“-Rubrik folgende Zeilen veröffentlicht (und es war definitiv nicht als Scherz gemeint): „Er wurde im Sommer als Tank mit erstklassiger Technik geholt, doch dann fehlte ihm lange Zeit die Energie. Im Winter büffelte er eisern Kondition und tauchte zum Rückrundenstart wegen Raffaels Abgang zu Berlin plötzlich oft in der Startelf auf, doch dann mangelte es ihm, ähnlich wie der ganzen Mannschaft, an Selbstvertrauen. In den letzten Wochen ist er schliesslich vollends zum Buhmann der Fans geworden, was darin gipfelte, dass er nach dem Sieg gegen Sion laut FCZ-Medienchef Kuskza mit Tränen in den Augen in die Kabine gestürmt sei. Die Rede ist von Eric Hassli, einem Türsteher von Mann, grimmig tätowiert, hart im Geben wie im Nehmen – und wahrscheinlich doch massiv sensibler als es viele wahrhaben wollen. Ob es noch die grosse Liebe wird zwischen dem französischen Dickschädel und dem FCZ und seinen Fans? Auch wenn gerade kernige „Outlaws wie Hassli in früheren FCZ-Zeiten nicht selten Heldenstatus geniessen durften (man denke nur an René Botteron, John „Terror“ Linford oder Fredy Chassot), muss das bezweifelt werden.

Yep, das haben wir geschrieben. Und was ist jetzt passiert? Hassli is back! Hassli ist da! Hassli wird gefeiert, von der Kurve ebenso wie von der Zigarren-Fraktion! Denn Hassli ist derzeit die grosse Nummer, sein Auftritt gegen Aarau war eine Gala, die runter ging wie feiner Käse. Dass ihn die sportliche Leitung nicht wegschickte als er bloss stolperte, dass Canepa gar mal mitten ins Teleclub-Mikrofon hinein von ihm schwärmte als es noch wenig zu schwärmen gab, verdient Anerkennung, ja Respekt. Dass wir (gemeint sind wir von der Song-der-Woche-Redaktion, aber wer sich mit angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen) laut und wortstark daran zweifelten, ob er sich je würde durchbeissen können, verdient „äs paar ad Ohrä“. Und Hassli selbst verdient sich – als erster FCZ-Spieler überhaupt – zum zweiten Mal den Song der Woche. Wir haben ein Stück ausgesucht, welches all das hier Geschriebene irgendwie zusammenfasst und so ungefähr bedeutet: „Hey Eric, sei einfach weiterhin Du selbst, das ist voll okay“.

Der Song heisst „Come As You Are“ , das Original stammt von den unsterblichen Nirvana, doch damit man die wichtigen Lyrics besser versteht, haben wir uns für die Coverversion von Emilie Simon entschieden. Eric findet das sicher okay.


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